Teil zwei der 9. Offenen Heimat-Werkstatt erfolgreich beendet: Obstbaumveredlung durch Kopulation
Am 19. Juni 2026 fand in Drolshagen-Iseringhausen der Abschluss der 9. Offenen Heimat-Werkstatt, Teil 2, statt. Im Februar hatten die neun Teilnehmenden unter Anleitung von Leo Trumm, zertifizierter Obstbaumpfleger und Mitglied des Drolshagener Heimatvereins, jeweils eine Obstbaumveredlung durch Kopulation durchgeführt. Bei dieser Methode sind Unterlage und Veredlungsreis annährend gleich dick, was eine stabilere und bessere Verbindung erbringt als das Pfropfen, dem 2025 erlernten Veredlungsverfahren (s. HSO Folge 300, S.327-329). Es wurden vor allem Edelreiser der Sorte Jacob Lebel verwendet – ein Apfel, der zum direkten Verzehr ebenso geeignet ist wie für Kompott und zum Backen.
Alle im Februar durchgeführten Veredlungen waren erfolgreich. Stolz präsentierten die Teilnehmenden (im Alter von 32 bis 85 Jahren) nun ihre selbst veredelten Obstbäumchen, die Leo Trumm noch vier Monate lang betreut hatte. Für jedes Exemplar hielt er jetzt einen Eimer Grünschnitt-Kompost und einen Korb aus nichtverzinktem Maschendraht als Schutz gegen Wühlmäuse bereit.
Im kommenden Jahr soll Teil 3 der 9. Offenen Heimat-Werkstatt folgen: Dann wird es um den Schnitt der jungen Obstbäume gehen.
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