Stadtarchiv Olpe

Einladung zur 10. Offenen Heimat-Werkstatt am 1. Oktober 2026 : Was bietet das Landesarchiv in Münster und wie funktioniert die Online-Recherche in seinen Beständen?

Manche Akten sucht man in den Kommunalarchiven vor Ort vergeblich. Wer z.B. Entnazifizierungs- und Wiedergutmachungsakten einsehen möchte, wird am ehesten im Landesarchiv fündig. Für bis zu 20 Interessierte bietet der Kreisheimatbund Olpe nun im Rahmen seiner „10. Offenen Heimat-Werkstatt“ eine Fahrt zum Landesarchiv NRW Abteilung Münster an, und zwar am Donnerstag, 1. Oktober 2026. Abfahrt mit dem Bus von Olpe ist 8.30 Uhr, Rückfahrt ab Münster um 17 Uhr. Der Kostenbeitrag für den Bus beträgt 20 EUR.

Die Anmeldung ist ab sofort bei Klaus Schulte: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Die Platzvergabe erfolgt in Reihenfolge der Anmeldungen.
Vor Ort werden bei einer Führung zunächst Gliederung und Arbeit des Landesarchivs vorgestellt. Anschließend befassen wir uns mit Originaldokumenten und erhalten Unterstützung bei Leseübungen. Eine Einführung zur Online-Recherche in den Archivbeständen soll erleichtern, das Landesarchiv später auch von zuhause aus zu nutzen. Die gemeinsame Busfahrt bietet Gelegenheit zum kollegialen Austausch.

Die „Offene Heimat-Werkstatt“ des Kreisheimatbundes hat sich zu einem nachgefragten Lernformat für Mitglieder und Nicht-Mitglieder entwickelt: Sie bietet allen Interessierten die Gelegenheit, Methoden und Hilfsmittel der Heimatarbeit kennen zu lernen. „Draußen-Angebote“, etwa zur Archäologie, Baukultur, Landschaftsökologie oder zum Obstbau, wechseln mit „Drinnen-Angeboten“, z.B. zum Lesen Lernen historischer Schriften, systematischen Ablegen von Sammelgut oder Wissenschaftlichen Arbeiten und Publizieren.

Das Interesse an regionaler Geschichte und Landschaft wird durch die praktische Arbeit geweckt und vertieft. Der Kreisheimatbund arbeitet dazu mit Kommunalarchiven, der Unteren Naturschutzbehörde, verschiedenen LWL-Dezernaten und weiteren ausgewiesen Fachleuten zusammen. Die Teilnehmenden lernen unter fachkundiger Anleitung vorwiegend durch eigenes, gemeinschaftliches Tun und vernetzen sich dadurch zunehmend untereinander.

Weitere Informationen zu den bisherigen Offenen Heimat-Werkstätten gibt es hier.

Foto: Stadtarchiv Olpe

Heimat-Kino

Heimat-Kino

Dienstag, den 9. November um 18.30 Uhr im JAC Kino in Attendorn

In Kooperation dem LWL-Medienzentrum  und dem KreislandFrauenverband Olpe und zeigt der Kreisheimatbund Olpe in seiner Reihe „HEIMATKINO“ zwei aktuelle Filme zur Situation von Frauen in der Landwirtschaft und lädt im Anschluss ein zum Gespräch.

Das Dorf Utopia
Kurzfilm (Dokumentation) des LWL-Medienzentrums, 2026, 28 Minuten

Der Film nimmt die Aussiedlung von Höfen in den 1960er Jahren in Brilon in den Blick. Grundlage sind Bildmaterial aus einer WDR Doku von 1961 und Gespräche mit zwei damals betroffenen Landwirtinnen, die 60 Jahre später über ihre Erfahrungen sprechen. Ihre persönlichen Erfahrungen verbinden sich mit historischen Bildern und aktuellen Aufnahmen zu einem Porträt vom Wandel der Landwirtschaft - und von der Frage, was von der Vision geblieben ist.

Milch ins Feuer
Spielfilm, Regie Justine Bauer, 2024, 78 Minuten

Der preisgekrönte Debütfilm von Regisseurin Justine Bauer erzählt ausschließlich aus weiblicher Perspektive wie das moderne Leben junger Frauen auf dem Land aussieht. Im Zentrum der Geschichte steht Katinka (gespielt von Karolin Nothacker), eine junge Frau, die gerne den Bauernhof ihrer Familie weiterführen würde, aber nicht darf, denn der Hof geht an ihren großen Bruder. Viele Rollen sind  mit Laiendarstellerinnen aus der Region besetzt, die den hohenlohischen Dialekt sprechen. Dadurch bekommt der Film eine fast schon dokumentarische Authentizität.  Ein authentischer Film über echte Frauen vom Land. Ungeschminkt, unverblümt und unmissverständlich selbstbewusst.  (Südwestrundfunk)

Die Mitglieder der Kreisheimatbundes Olpe und alle Kinogäste, die an diesem Abend Mitglied werden sowie die Mitglieder der KreislandFrauenverbandes Olpe haben freien Eintritt, wenn Sie die Plätze bis spätestens 30. Oktober direkt über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. reservieren.

Alle anderen können die Tickets zum Preis von 9 EUR über die Website des Kinos www.jac-kino.de buchen.

 

 

 

 

9. Offene Heimat-Werkstatt  Teil 2 "Die Technik der Obstbaumveredlung   - Kopulation"

9. Offene Heimat-Werkstatt Teil 2 "Die Technik der Obstbaumveredlung - Kopulation"

 Teil zwei der 9. Offenen Heimat-Werkstatt erfolgreich beendet: Obstbaumveredlung durch Kopulation

Am 19. Juni 2026 fand in Drolshagen-Iseringhausen der Abschluss der 9. Offenen Heimat-Werkstatt, Teil 2, statt. Im Februar hatten die neun Teilnehmenden unter Anleitung von Leo Trumm, zertifizierter Obstbaumpfleger und Mitglied des Drolshagener Heimatvereins, jeweils eine Obstbaumveredlung durch Kopulation durchgeführt. Bei dieser Methode sind Unterlage und Veredlungsreis annährend gleich dick, was eine stabilere und bessere Verbindung erbringt als das Pfropfen, dem 2025 erlernten Veredlungsverfahren (s. HSO Folge 300, S.327-329). Es wurden vor allem Edelreiser der Sorte Jacob Lebel verwendet – ein Apfel, der zum direkten Verzehr ebenso geeignet ist wie für Kompott und zum Backen.

Alle im Februar durchgeführten Veredlungen waren erfolgreich. Stolz präsentierten die Teilnehmenden (im Alter von 32 bis 85 Jahren) nun ihre selbst veredelten Obstbäumchen, die Leo Trumm noch vier Monate lang betreut hatte. Für jedes Exemplar hielt er jetzt einen Eimer Grünschnitt-Kompost und einen Korb aus nichtverzinktem Maschendraht als Schutz gegen Wühlmäuse bereit.

Im kommenden Jahr soll Teil 3 der 9. Offenen Heimat-Werkstatt folgen: Dann wird es um den Schnitt der jungen Obstbäume gehen.
Weitere Informationen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

 

 

Wettbewerb "Heimat lebt!"- Jetzt bewerben!

Wettbewerb "Heimat lebt!"- Jetzt bewerben!

Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler und Studierende, die sich im Rahmen ihrer Projekt-, Fach-  oder Abschlussarbeiten mit Themen aus dem Kreis Olpe befassen.
Einsendeschluss für Teilnehmende aus den Grundschulen (klassenbezogene Projektarbeiten): 31. März 2026
Einsendeschluss für Teilnehmende aus weiterführenden Schulen und Hochschulen: 30. Juni 2026

Weitere Informationen 

Kontakt und Einreichen von Arbeiten (digital): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Foto: Die PreisträgerInnen 2024

  

 

Arbeitskreis Familienforschung

Arbeitskreis Familienforschung

Der Arbeitskreis Familienforschung im Kreisheimatbund trifft sich am Montag, 11. Mai um 19.00 Uhr, im Alten Lyzeum in Olpe, Franziskanerstr. 8.
Weitere Treffen am Montag, 9. November 2026 um 17.00 Uhr statt.
Interessierte Gäste sind herzlich willkommen!
Kontakt: Astrid Stahl, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Foto: Sigrid Mynar

 

 

Bau Kunst Boden Denkmäler im Kreis Olpe  – Für Heimat-Interessierte und EigentümerInnen denkmalgeschützter Bauten.

Bau Kunst Boden Denkmäler im Kreis Olpe – Für Heimat-Interessierte und EigentümerInnen denkmalgeschützter Bauten.

Von der Jugendstil-Fabrikantenvilla über den historischen Industriekomplex und vom ortsbildprägenden Fachwerkhaus bis zum uralten Hohlweg: Sämtliche Denkmäler, die der Kreis Olpe zu bieten hat, finden sich in dem neuen Buch "Bau | Kunst | Boden Denkmäler im Kreis Olpe“ wieder. "Ein Muss im Grunde für jeden, der sich mit Heimat auseinandersetzt“, resümierte Landrat Theo Melcher. Es ist ein Gemeinschaftswerk von Kreisheimatbund Olpe e.V. und Kreis Olpe. Verfasserin Andrea Arens, Kunsthistorikerin und Vorsitzende des Kreisheimatbundes, hatte die von Kunsthistoriker Dr. Ulrich Schäfer einst begonnene Arbeit mit großem Engagement fortgeführt. Umfangreiche redaktionelle und fachkundige Unterstützung leistete Kreisarchivar Jörg Endris Behrendt. Zusätzlich bereichern zahlreiche Textbeiträge von Fachleuten aus der Region das Buch. Die grafische Gestaltung übernahm Ina Halbfas und die Aufbereitung der Karten Antonius Klein vom Kreisheimatbund.  

Jedes der knapp 700 Denkmäler im Buch wird mit seinen Besonderheiten beschrieben, mit mindestens einem Foto bebildert und auf einer Karte der jeweiligen Stadt oder Gemeinde verortet. Ergänzt wird das Werk durch ein umfangreiches Literaturverzeichnis, ein Glossar mit Fachbegriffen und ein Künstlerverzeichnis. Dieses erlaubt erstmals eine gute Übersicht über das Wirken bekannter Künstler, Handwerker und Architekten, deren Werke die Region geprägt haben.  

Das Buch "Bau | Kunst | Boden Denkmäler im Kreis Olpe“ ist ab sofort in den Buchhandlungen im Kreis Olpe sowie über die "Schriftenreihe des Kreises Olpe“ im Kreisarchiv im Kreishaus Olpe, Westfälische Str. 75, 02761-81593 zum Preis von 40 Euro erhältlich. Die ISSN lautet 0177-8153. 

 

 

Aufstehen und nicht vergessen. Erinnerungsarbeit zu den Opfern des Nationalsozialismus im Kreis Olpe

Aufstehen und nicht vergessen. Erinnerungsarbeit zu den Opfern des Nationalsozialismus im Kreis Olpe

Rückblick

„Aufstehen und nicht vergessen!“ Mit diesem Appell hatte Kreisheimatpflegerin Susanne Falk zur diesjährigen Herbstveranstaltung am 22. November 2025 auf die Hohe Bracht geladen, um die Aufmerksamkeit auf einen zentralen Aspekt zeitgemäßer Heimatarbeit zu lenken: Zu Gast waren die Erinnerungsinitiativen „Jüdisch in Attendorn“, „Jüdisches Erbe in Olpe“ und die „Erinnerungsinitiative Opfer des Nationalsozialismus Drolshagen“. Sie alle sind den örtlichen Heimatvereinen angeschlossen.

Tom Kleine und Wolfgang Dröpper handeln in Attendorn nach dem Motto „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn niemand mehr seinen Namen kennt!“ Regelmäßig finden Führungen vor allem mit Schul- und Jugendgruppen statt, die an die Orte jüdischen Lebens in Attendorn erinnern: Allein vier Kaufhäuser, eine Metzgerei und eine große Blechwarenfabrik wurden von jüdischen Familien in Attendorn betrieben. Die Reinigung der Stolpersteine und die Pflege des Jüdischen Friedhofs sind Tagesgeschäft für die Initiative, dazu kommen Lesungen, Konzerte, Straßen- und Platzbenennungen. Im Rahmen des Projektes "Shalom Attendorn 2018" entstand der 10 Kilometer lange erste jüdische Themen-Wanderweg in Deutschland. Er wurde in Erinnerung an Julius Ursell konzipiert, der bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 als Kassierer und Wegewart im SGV für die Auszeichnung der Wanderwege in Attendorn verantwortlich war.

Sebastian Luke stellte die noch junge Initiative „Aufgestanden – Jüdisches Erbe in Olpe“ vor. Erst 2024 gegründet, möchte die Initiative mit dem Künstler Gunter Demnig 14 Stolpersteine in Olpe verlegen. 2026 soll eine Gedenkstele errichtet werden. Mit einer externen Künstlergruppe wurde die Schulveranstaltung „Ich wandere durch Theresienstadt“ aufgeführt. Veröffentlichungen im Jahrbuch des Heimatvereins Olpe sind fester Bestandteil der Erinnerungsarbeit.

Für die 2017 gegründete Erinnerungsinitiative „Opfer des Nationalsozialismus in Drolshagen“ sprachen Dr. Heinz Stachelscheid und Regina Stahlhacke-Schmand. 77 Frauen, die im ehemaligen Gerhardus-Krankenhaus lebten, wurden von den Nationalsozialisten am 9. April 1943 deportiert und die meisten ermordet. Heute erinnern in Drolshagen zwei Gedenktafeln an diese Verbrechen. Im Andenken an die Opfer ging die Erinnerungsinitiative noch einmal den Weg von Gerhardusheim zum ehemaligen Drolshagener Bahnhof. Auch Fahrten zu den Gedenkstätten für Euthanasieopfer in Warstein und Hadamar gehören zur Erinnerungsarbeit.

Unter den rd. 60 Gästen der Veranstaltung waren Mitglieder zahlreicher weiterer Initiativen: Doris Kennemann vom Heimatbund Finnentrop berichtete über die Stolperstein-Verlegungen in der Gemeinde Finnentrop.

Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Hundem-Lenne gehen jährlich in Erinnerung an die Reichspogromnacht mit ihrer Geschichtslehrerin Ursula Homborg in die Dörfer von Lennestadt und Kirchhundem, um die dort verlegten Stolpersteine zu säubern. Jochen Pfeiffer hatte vor Jahren zusammen mit der Lennestädter Gruppe von Amnesty International die Verlegung der Stolpersteine in Lennestadt initiiert. Engelbert Prevorcic aus Hachen berichtete für die AG "Es TUT sich WAS", die unter anderem am Sowjetischen Ehrenfriedhof in Maumke an die  Zwangsarbeiter im Meggener Bergbau erinnert.

Antonius Klein aus Schönau-Altenwenden ist 2018mit Firmlingsgruppen nach Auschwitz gefahren. Jeder Mitfahrende bekam zuvor den Namen eines dort umgebrachten jungen Menschen zugeteilt, um sich dann vor Ort auf Spurensuche zu begeben. Eindringlich forderte Klein dazu auf, „dass wir das, was dort passiert ist, persönlich nehmen!“

Beim regen Austausch kamen zahlreiche weitere Aktivitäten zur Sprache, aber es wurde auch deutlich, wie groß nach wie vor die Wissenslücken sind. So zeigte beispielsweise Ulrich Rauchheld aus Bilstein kürzlich in der Zeitschrift des Kreisheimatbundes Olpe „Südsauerland“ (Folge 299) auf, dass auch in der Tötungsanstalt Eichberg bei Eltville am Rhein zahlreiche Menschen aus dem Kreis Olpe zwangssterilisiert und getötet wurden.

Susanne Falk verwies abschließend auf die Schriftenreihe „Jüdisches Leben im Kreis Olpe“, in der bereits fünf Bände erschienen sind. Auch mehrere Bände der „Schriftenreihe des Kreises Olpe“ haben den Nationalsozialismus, seine Verbrechen und Opfer zum Thema (https://www.kreisheimatbund-olpe.de/index.php/veroeffentlichungen#schriften). Beide Schriftenreihen sind im Kreisarchiv Olpe zu beziehen bzw. einzusehen.

Weiterhin machen zahlreiche Artikel in „Südsauerland – Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe“ https://www.kreisheimatbund-olpe.de/index.php/veroeffentlichungen#heimat) einerseits Einzelschicksale sichtbar, aber ebenso den noch immer bestehenden großen Forschungsbedarf. (Dr. Roswitha Kirsch-Stracke)

 Foto: Erinnern und nicht vergessen, z. B. an die Pogromnacht in Attendorn am 10.11.1938: In der Wasserstraße wird die jüdische Familie Cohn abgeführt., Stadtarchiv Attendorn

 

 

 

 

Jahres Mitgliederversammlung Kreisheimatbund Olpe e.V. am 7. Oktober 2025  im Pavillon der Dorfgemeinschaft Freiheit Bilstein e.V.

Jahres Mitgliederversammlung Kreisheimatbund Olpe e.V. am 7. Oktober 2025 im Pavillon der Dorfgemeinschaft Freiheit Bilstein e.V.

Rückblick

Der Pavillon der Dorfgemeinschaft in Brills Garten war gut gefüllt, als Christoph Henrichs, Zweiter Vorsitzender des KHB Olpe, Mitglieder und zahlreiche Gäste begrüßte. Zunächst präsentierte Uli Rauchheld kenntnisreich und humorvoll die spannende Entwicklung von Dorf und Freiheit Bilstein. Er kombinierte die Herrschafts- und Siedlungsgeschichte mit dem Alltag der Dorfbewohner, gab dazu Einblicke in die Wirtschafts- und Vereinsgeschichte und – Bilsteiner Besonderheit – den Tourismus, dies alles verbunden mit zahlreichen biografischen Informationen. Eine Vielzahl historischer Fotos illustrierte den abwechslungsreichen Gang durch die Geschichte und animierte wohl manchen Zuhörer, eine ähnlich lebendige Präsentation für den eigenen Heimatort zu versuchen.

In der anschließenden formellen Jahresmitgliedersammlung warf der Vorstand einen Blick auf das vergangene Jahr und die aktuelle Arbeit: So bietet der Kreisheimatbund derzeit mit seinem Jahresthema „Heimat machen – lokale Projekte, Initiativen, Vereine“ allen Interessierten eine Möglichkeit, ihre Arbeit in seiner vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift „Südsauerland“ vorzustellen.

Mit seiner neuen Initiative „Mein Ding!“ hat der Kreisheimatbund ein Format geschaffen, bei dem sich junge Menschen unterschiedlicher Disziplinen mit Interesse an der Heimatarbeit vernetzen. Nach einer ersten Veranstaltung in Oberhundem findet am Wochenende das zweite Treffen am Heinsberger Tunnel statt. Auch die Präsenz des KHB Olpe auf social media wurde ausgebaut: Er ist nun bei Instagram zu finden.

Nach den üblichen Regularien, bei denen Dr. Stephan Schlösser aus Drolshagen für eine weitere Amtszeit als Beisitzer und Manfred Graf als zweiter Kassenprüfer gewählt wurden, gab Kreisheimatpflegerin Susanne Falk einen Ausblick auf das kommende Arbeitsjahr.

 Foto: 700-Jahrfeier in Bilstein 1925 (Uli Rauchheld)

 

 

 

"Und weißt Du wohl, wie Liebe tut?"                                                                                                                  Herbstveranstaltung der Kreisheimatpflegerin

"Und weißt Du wohl, wie Liebe tut?" Herbstveranstaltung der Kreisheimatpflegerin

Rückblick

Vortrag und Gespräch mit dem Publizisten und Autor Peter Bürger
"Und weißt Du wohl, wie Liebe tut?"
Ein Blick auf die Alltags- und Sozialschichte der Region am Beispiel der Liebesgedichte sauerländischer Dichterinnen und Dichter

Am 23. November 2024 stellte Peter Bürger, der profunde Kenner, Herausgeber und Erforscher sauerländischer Literatur, im Festsaal der Hohen Bracht mundartlche Liebesgedichte sauerländischer Autorinnen und Autoren aus sieben Jahrhunderten vor. Die ältesten bekannten Verse reichen zurück bis in 14. Jahrhundert, als im Sauerland eine Übersetzung des 'Hohelieds der Liebe' nach dem Alten Testament entstand. Im 19. und 20. Jahrhundert waren es vor allem Angehörige des Bürgertums, die Liebesgedichte verfassten. Und obwohl Predigt und Beichtstuhl im strengen Katholizismus des 19. und bis ins 20. Jahrhundert bei den Menschen für Höllenangst bezüglich Eros und Sexualität sorgten, meldet sich in den Dichtungen der Landschaft beharrlich eine andere Botschaft zu Wort, voller Poesie und Glücksverlangen: "Und weißt du woh,wie Liebe tut? Es ist als wenn man heimwärts geht …". Er gab dabei Einblicke in eine Liebeslyrik, die man der ländlichen Region wohl kaum zugetraut hätte und die sehr anschaulich von den sozialen Verhältnissen und vom Zusammenleben von Männern und Frauen in vergangenen Zeiten erzählt. 

Das Buch zum Thema ist im Woll-Verlag erschienen:
Feyhundert Muaren Hiemmelblo. Südwestfälische Mundartgedichte über Begehren, Liebe und Herzensnot ausgewählt und eingeleitet von Peter Bürger.

Foto: Die sauerländische Dichterin Christine Koch (1869 -1951) und ihr Mann Wilhelm. 
Peter Bürger, Sauerländer Mundartarchiv

 

 

 

 

Foto: Jörg Winkel, Westfalenpost

Jahres-Mitgliederversammlung 2024

Rückblick

Bei der Jahresmitgliederversammlung am Mittwoch, den 9. Oktober 2024 im Gasthof im Rosenthal in Olpe-Rosenthal, bedankte sich der Vorstand bei Andrea Arens, die nicht mehr für die Wiederwahl in das Amt der 1. Vorsitzenden zur Verfügung stand. Die Position des/der 1. Vorsitzenden bleibt vorübergehend vakant. Die Vereinsführung übernimmt das Vorstandsteam unter Leitung von Christoph Henrichs, der als 2. Vorsitzender im Amt bestätigt wurde. Josef Wermert wurde nach 29 Jahren als Vorstandsmitglied und Beisitzer verabschiedet. Als neuer Beisitzer wurde Tammo Fuchs gewählt. Zuvor hatten die Teilnehmenden die neugestaltete Sportstätte des traditionsreichen Tennisvereins Rosenthal 1899 e.V. besucht. Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung der sechs Preisträgerinnen des Wettbewerbs "Heimat lebt!", zu dem der Kreisheimatbund alljährlich SchülerInnen und Studierende einlädt

Foto: Jörg Winkel, Westfalenpost

 

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