Arbeitskreis Familienforschung

Arbeitskreis Familienforschung

Der Arbeitskreis Familienforschung im Kreisheimatbund trifft sich am Montag, 9. Februrar 2026, um 17.00 Uhr, im Alten Lyzeum in Olpe, Franziskanerstr. 8.
Weitere Treffen am Montag, 11. Mai um 19.00 Uhr, Montag, 10. August um 19.00 Uhr und am Montag, 9. November 2026 um 19.00 Uhr statt.
Interessierte Gäste sind herzlich willkommen!
Kontakt: Astrid Stahl, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Foto: Sigrid Mynar

 

 

9. Offene Heimat-Werkstatt  Teil 2 "Die Technik der Obstbaumveredlung   - Kopulation"

9. Offene Heimat-Werkstatt Teil 2 "Die Technik der Obstbaumveredlung - Kopulation"

Am  27.  und 28. Februar und am 19. Juni 2026 wird die  erfolgreiche 9. Offene Heimat-Werkstatt zur Obstbaumveredlung aus 2025 fortgesetzt, wiederum in Kooperation mit dem Heimatverein für das Drolshagener Land e.V.. 2026 geht es um die Veredlungsmethode der „Kopulation“.

Nachdem Leo Trumm, zertifizierter Obstbaumpfleger, im vorigen Jahr eine allgemeine Einführung in die Obstbaumveredlung gegeben hat und alle Teilnehmenden die Methode der Rindenpfropfung eigenhändig durchgeführt haben (s. HSO Folge 300, S.327-329), soll in diesem Jahr das Kopulieren erlernt werden. Im Unterschied zur Rindenpfropfung, bei der ein dünnes Edelreis auf eine kräftigere Unterlage aufgebracht wird, sind bei der Kopulation Unterlage und Veredlungsreis annährend gleich dick. Die größere Schnittfläche ermöglicht eine stabilere und bessere Verbindung. Diese Methode kann auch im Spätwinter durchgeführt werden.

Theoretische Einführung im Heimathaus Drolshagen:
Freitag, 27. Februar 2026, Beginn 18.00 Uhr.

Praktische Durchführungen:
Samstag, 28. Februar (1. Gruppe 9.30 Uhr, 2. Gruppe 14.00 Uhr) im Garten von Leo Trumm in Drolshagen-Iseringhausen.
Begutachtung der Ergebnisse: Freitag, 19. Juni ab 18.00 Uhr ebenda.

Teilnahme und Kosten:
Es können 8 Personen teilnehmen. Die Teilnehmenden der Heimat-Werkstatt 2025 werden vorrangig berücksichtigt, aber auch neue Interessierte sind willkommen.
Der Unkostenbeitrag von 8 € wird bei Kursbeginn erhoben.
Von Februar bis Juni betreut Leo Trumm die veredelten Bäume. Die erfolgreich veredelten Exemplare können gegen eine Aufwandsentschädigung von 20 € am 19. Juni mitgenommen werden.

Anmeldung:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

Wettbewerb "Heimat lebt!"

Wettbewerb "Heimat lebt!"

Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler und Studierende, die sich im Rahmen ihrer Projekt-, Fach-  oder Abschlussarbeiten mit Themen aus dem Kreis Olpe befassen.
Einsendeschluss für Teilnehmende aus den Grundschulen (klassenbezogene Projektarbeiten): 31. März 2026
Einsendeschluss für Teilnehmende aus weiterführenden Schulen und Hochschulen: 30. Juni 2026

Weitere Informationen 

Kontakt und Einreichen von Arbeiten (digital): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Foto: Die PreisträgerInnen 2024

  

 

Bau Kunst Boden Denkmäler im Kreis Olpe  – Für Heimat-Interessierte und EigentümerInnen denkmalgeschützter Bauten.

Bau Kunst Boden Denkmäler im Kreis Olpe – Für Heimat-Interessierte und EigentümerInnen denkmalgeschützter Bauten.

Von der Jugendstil-Fabrikantenvilla über den historischen Industriekomplex und vom ortsbildprägenden Fachwerkhaus bis zum uralten Hohlweg: Sämtliche Denkmäler, die der Kreis Olpe zu bieten hat, finden sich in dem neuen Buch "Bau | Kunst | Boden Denkmäler im Kreis Olpe“ wieder. "Ein Muss im Grunde für jeden, der sich mit Heimat auseinandersetzt“, resümierte Landrat Theo Melcher. Es ist ein Gemeinschaftswerk von Kreisheimatbund Olpe e.V. und Kreis Olpe. Verfasserin Andrea Arens, Kunsthistorikerin und Vorsitzende des Kreisheimatbundes, hatte die von Kunsthistoriker Dr. Ulrich Schäfer einst begonnene Arbeit mit großem Engagement fortgeführt. Umfangreiche redaktionelle und fachkundige Unterstützung leistete Kreisarchivar Jörg Endris Behrendt. Zusätzlich bereichern zahlreiche Textbeiträge von Fachleuten aus der Region das Buch. Die grafische Gestaltung übernahm Ina Halbfas und die Aufbereitung der Karten Antonius Klein vom Kreisheimatbund.  

Jedes der knapp 700 Denkmäler im Buch wird mit seinen Besonderheiten beschrieben, mit mindestens einem Foto bebildert und auf einer Karte der jeweiligen Stadt oder Gemeinde verortet. Ergänzt wird das Werk durch ein umfangreiches Literaturverzeichnis, ein Glossar mit Fachbegriffen und ein Künstlerverzeichnis. Dieses erlaubt erstmals eine gute Übersicht über das Wirken bekannter Künstler, Handwerker und Architekten, deren Werke die Region geprägt haben.  

Das Buch "Bau | Kunst | Boden Denkmäler im Kreis Olpe“ ist ab sofort in den Buchhandlungen im Kreis Olpe sowie über die "Schriftenreihe des Kreises Olpe“ im Kreisarchiv im Kreishaus Olpe, Westfälische Str. 75, 02761-81593 zum Preis von 40 Euro erhältlich. Die ISSN lautet 0177-8153. 

 

 

Aufstehen und nicht vergessen. Erinnerungsarbeit zu den Opfern des Nationalsozialismus im Kreis Olpe

Aufstehen und nicht vergessen. Erinnerungsarbeit zu den Opfern des Nationalsozialismus im Kreis Olpe

Rückblick

„Aufstehen und nicht vergessen!“ Mit diesem Appell hatte Kreisheimatpflegerin Susanne Falk zur diesjährigen Herbstveranstaltung am 22. November 2025 auf die Hohe Bracht geladen, um die Aufmerksamkeit auf einen zentralen Aspekt zeitgemäßer Heimatarbeit zu lenken: Zu Gast waren die Erinnerungsinitiativen „Jüdisch in Attendorn“, „Jüdisches Erbe in Olpe“ und die „Erinnerungsinitiative Opfer des Nationalsozialismus Drolshagen“. Sie alle sind den örtlichen Heimatvereinen angeschlossen.

Tom Kleine und Wolfgang Dröpper handeln in Attendorn nach dem Motto „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn niemand mehr seinen Namen kennt!“ Regelmäßig finden Führungen vor allem mit Schul- und Jugendgruppen statt, die an die Orte jüdischen Lebens in Attendorn erinnern: Allein vier Kaufhäuser, eine Metzgerei und eine große Blechwarenfabrik wurden von jüdischen Familien in Attendorn betrieben. Die Reinigung der Stolpersteine und die Pflege des Jüdischen Friedhofs sind Tagesgeschäft für die Initiative, dazu kommen Lesungen, Konzerte, Straßen- und Platzbenennungen. Im Rahmen des Projektes "Shalom Attendorn 2018" entstand der 10 Kilometer lange erste jüdische Themen-Wanderweg in Deutschland. Er wurde in Erinnerung an Julius Ursell konzipiert, der bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 als Kassierer und Wegewart im SGV für die Auszeichnung der Wanderwege in Attendorn verantwortlich war.

Sebastian Luke stellte die noch junge Initiative „Aufgestanden – Jüdisches Erbe in Olpe“ vor. Erst 2024 gegründet, möchte die Initiative mit dem Künstler Gunter Demnig 14 Stolpersteine in Olpe verlegen. 2026 soll eine Gedenkstele errichtet werden. Mit einer externen Künstlergruppe wurde die Schulveranstaltung „Ich wandere durch Theresienstadt“ aufgeführt. Veröffentlichungen im Jahrbuch des Heimatvereins Olpe sind fester Bestandteil der Erinnerungsarbeit.

Für die 2017 gegründete Erinnerungsinitiative „Opfer des Nationalsozialismus in Drolshagen“ sprachen Dr. Heinz Stachelscheid und Regina Stahlhacke-Schmand. 77 Frauen, die im ehemaligen Gerhardus-Krankenhaus lebten, wurden von den Nationalsozialisten am 9. April 1943 deportiert und die meisten ermordet. Heute erinnern in Drolshagen zwei Gedenktafeln an diese Verbrechen. Im Andenken an die Opfer ging die Erinnerungsinitiative noch einmal den Weg von Gerhardusheim zum ehemaligen Drolshagener Bahnhof. Auch Fahrten zu den Gedenkstätten für Euthanasieopfer in Warstein und Hadamar gehören zur Erinnerungsarbeit.

Unter den rd. 60 Gästen der Veranstaltung waren Mitglieder zahlreicher weiterer Initiativen: Doris Kennemann vom Heimatbund Finnentrop berichtete über die Stolperstein-Verlegungen in der Gemeinde Finnentrop.

Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Hundem-Lenne gehen jährlich in Erinnerung an die Reichspogromnacht mit ihrer Geschichtslehrerin Ursula Homborg in die Dörfer von Lennestadt und Kirchhundem, um die dort verlegten Stolpersteine zu säubern. Jochen Pfeiffer hatte vor Jahren zusammen mit der Lennestädter Gruppe von Amnesty International die Verlegung der Stolpersteine in Lennestadt initiiert. Engelbert Prevorcic aus Hachen berichtete für die AG "Es TUT sich WAS", die unter anderem am Sowjetischen Ehrenfriedhof in Maumke an die  Zwangsarbeiter im Meggener Bergbau erinnert.

Antonius Klein aus Schönau-Altenwenden ist 2018mit Firmlingsgruppen nach Auschwitz gefahren. Jeder Mitfahrende bekam zuvor den Namen eines dort umgebrachten jungen Menschen zugeteilt, um sich dann vor Ort auf Spurensuche zu begeben. Eindringlich forderte Klein dazu auf, „dass wir das, was dort passiert ist, persönlich nehmen!“

Beim regen Austausch kamen zahlreiche weitere Aktivitäten zur Sprache, aber es wurde auch deutlich, wie groß nach wie vor die Wissenslücken sind. So zeigte beispielsweise Ulrich Rauchheld aus Bilstein kürzlich in der Zeitschrift des Kreisheimatbundes Olpe „Südsauerland“ (Folge 299) auf, dass auch in der Tötungsanstalt Eichberg bei Eltville am Rhein zahlreiche Menschen aus dem Kreis Olpe zwangssterilisiert und getötet wurden.

Susanne Falk verwies abschließend auf die Schriftenreihe „Jüdisches Leben im Kreis Olpe“, in der bereits fünf Bände erschienen sind. Auch mehrere Bände der „Schriftenreihe des Kreises Olpe“ haben den Nationalsozialismus, seine Verbrechen und Opfer zum Thema (https://www.kreisheimatbund-olpe.de/index.php/veroeffentlichungen#schriften). Beide Schriftenreihen sind im Kreisarchiv Olpe zu beziehen bzw. einzusehen.

Weiterhin machen zahlreiche Artikel in „Südsauerland – Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe“ https://www.kreisheimatbund-olpe.de/index.php/veroeffentlichungen#heimat) einerseits Einzelschicksale sichtbar, aber ebenso den noch immer bestehenden großen Forschungsbedarf. (Dr. Roswitha Kirsch-Stracke)

 Foto: Erinnern und nicht vergessen, z. B. an die Pogromnacht in Attendorn am 10.11.1938: In der Wasserstraße wird die jüdische Familie Cohn abgeführt., Stadtarchiv Attendorn

 

 

 

 

Jahres Mitgliederversammlung Kreisheimatbund Olpe e.V. am 7. Oktober 2025  im Pavillon der Dorfgemeinschaft Freiheit Bilstein e.V.

Jahres Mitgliederversammlung Kreisheimatbund Olpe e.V. am 7. Oktober 2025 im Pavillon der Dorfgemeinschaft Freiheit Bilstein e.V.

Rückblick

Der Pavillon der Dorfgemeinschaft in Brills Garten war gut gefüllt, als Christoph Henrichs, Zweiter Vorsitzender des KHB Olpe, Mitglieder und zahlreiche Gäste begrüßte. Zunächst präsentierte Uli Rauchheld kenntnisreich und humorvoll die spannende Entwicklung von Dorf und Freiheit Bilstein. Er kombinierte die Herrschafts- und Siedlungsgeschichte mit dem Alltag der Dorfbewohner, gab dazu Einblicke in die Wirtschafts- und Vereinsgeschichte und – Bilsteiner Besonderheit – den Tourismus, dies alles verbunden mit zahlreichen biografischen Informationen. Eine Vielzahl historischer Fotos illustrierte den abwechslungsreichen Gang durch die Geschichte und animierte wohl manchen Zuhörer, eine ähnlich lebendige Präsentation für den eigenen Heimatort zu versuchen.

In der anschließenden formellen Jahresmitgliedersammlung warf der Vorstand einen Blick auf das vergangene Jahr und die aktuelle Arbeit: So bietet der Kreisheimatbund derzeit mit seinem Jahresthema „Heimat machen – lokale Projekte, Initiativen, Vereine“ allen Interessierten eine Möglichkeit, ihre Arbeit in seiner vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift „Südsauerland“ vorzustellen.

Mit seiner neuen Initiative „Mein Ding!“ hat der Kreisheimatbund ein Format geschaffen, bei dem sich junge Menschen unterschiedlicher Disziplinen mit Interesse an der Heimatarbeit vernetzen. Nach einer ersten Veranstaltung in Oberhundem findet am Wochenende das zweite Treffen am Heinsberger Tunnel statt. Auch die Präsenz des KHB Olpe auf social media wurde ausgebaut: Er ist nun bei Instagram zu finden.

Nach den üblichen Regularien, bei denen Dr. Stephan Schlösser aus Drolshagen für eine weitere Amtszeit als Beisitzer und Manfred Graf als zweiter Kassenprüfer gewählt wurden, gab Kreisheimatpflegerin Susanne Falk einen Ausblick auf das kommende Arbeitsjahr.

 Foto: 700-Jahrfeier in Bilstein 1925 (Uli Rauchheld)

 

 

 

"Und weißt Du wohl, wie Liebe tut?"                                                                                                                  Herbstveranstaltung der Kreisheimatpflegerin

"Und weißt Du wohl, wie Liebe tut?" Herbstveranstaltung der Kreisheimatpflegerin

Rückblick

Vortrag und Gespräch mit dem Publizisten und Autor Peter Bürger
"Und weißt Du wohl, wie Liebe tut?"
Ein Blick auf die Alltags- und Sozialschichte der Region am Beispiel der Liebesgedichte sauerländischer Dichterinnen und Dichter

Am 23. November 2024 stellte Peter Bürger, der profunde Kenner, Herausgeber und Erforscher sauerländischer Literatur, im Festsaal der Hohen Bracht mundartlche Liebesgedichte sauerländischer Autorinnen und Autoren aus sieben Jahrhunderten vor. Die ältesten bekannten Verse reichen zurück bis in 14. Jahrhundert, als im Sauerland eine Übersetzung des 'Hohelieds der Liebe' nach dem Alten Testament entstand. Im 19. und 20. Jahrhundert waren es vor allem Angehörige des Bürgertums, die Liebesgedichte verfassten. Und obwohl Predigt und Beichtstuhl im strengen Katholizismus des 19. und bis ins 20. Jahrhundert bei den Menschen für Höllenangst bezüglich Eros und Sexualität sorgten, meldet sich in den Dichtungen der Landschaft beharrlich eine andere Botschaft zu Wort, voller Poesie und Glücksverlangen: "Und weißt du woh,wie Liebe tut? Es ist als wenn man heimwärts geht …". Er gab dabei Einblicke in eine Liebeslyrik, die man der ländlichen Region wohl kaum zugetraut hätte und die sehr anschaulich von den sozialen Verhältnissen und vom Zusammenleben von Männern und Frauen in vergangenen Zeiten erzählt. 

Das Buch zum Thema ist im Woll-Verlag erschienen:
Feyhundert Muaren Hiemmelblo. Südwestfälische Mundartgedichte über Begehren, Liebe und Herzensnot ausgewählt und eingeleitet von Peter Bürger.

Foto: Die sauerländische Dichterin Christine Koch (1869 -1951) und ihr Mann Wilhelm. 
Peter Bürger, Sauerländer Mundartarchiv

 

 

 

 

Heimat-Kino

Heimat-Kino

Rückblick

Achtung, ABC-Alarm! Der Kalte Krieg in Westfalen und Oedingen
100 Gäste beim "Heimatkino“ des Kreisheimatbundes

Am 6. November 2024 lud der Kreisheimatbund Olpe in Kooperation mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen zum zweiten Mal zum "Heimatkino“ ein, diesmal ins Lichtspielhaus Lennestadt. Rund 100 Gäste konnten Organisatorin Andrea Arens und Kreisheimatpflegerin Susanne Falk begrüßen. Mit dem "Heimatkino“ will der Kreisheimatbund Olpe auf unterhaltsame Weise über Geschichte, Landschaft,und Menschen im Südsauerland informieren.

Der Dokumentarfilm "Achtung, ABC-Alarm! Der Kalte Krieg vor der westfälischen Haustür“ dokumentiert die Anlagen und Bauten zur Abwehr militärischer Bedrohungen in Westfalen während des Kalten Krieges, u. a. am Beispiel der Bunkeranlage "Erich“ in Erndtebrück und dem Stützpunkt der deutschen Flugabwehrraketenstellung in Lennestadt-Oedingen. Prof. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums, führte in den Film ein.

Wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs spitzte sich der Konflikt der beiden Supermächte USA und Sowjetunion zu. Bald standen sich damit im geteilten Deutschland auf beiden Seiten des „eisernen Vorhangs“ deutsche Soldaten unmittelbar gegenüber. Erst die friedliche Revolution in den Staaten Mittel- und Osteuropas beendete 1989 den "Kalten Krieg“ – eine Phase der Drohungen und der beidseitigen Aufrüstung. Im Film "Achtung, ABC-Alarm!“ nimmt Filmemacher Harald Sontowski im Auftrag des LWL-Medienzentrums die Relikte und Auswirkungen dieser Epoche in Westfalen-Lippe in den Blick. Der Regisseur widmet sich außerdem der Haltung der Anwohnerinnen und Anwohner. Die militärischen Anlagen als Wirtschaftsfaktor in der Region, aber auch als Auslöser für Ängste, selbst zum potenziellen Angriffsziel zu werden, die Soldaten als neue Dorfbewohner, schließlich die westdeutsche Friedens- und Protestbewegung der frühen 1980er-Jahre mit ihren Aktionen auch im Sauerland – das alles verarbeitete Harald Sontowski zu einem beeindruckenden Dokumentarfilm.

Unter den Zuschauern waren zahlreiche Zeitzeugen, darunter viele, die als Soldaten in der Sauerlandkaserne in Oedingen gedient hatten, so wie Antonius Klein aus Altenwenden. Er war 1989 zum Wehrdienst in Oedingen und urteilt heute rückblickend: "Das war ein notwendiger Dienst, den ich dort geleistet habe.“ Andere Zuschauer waren damals dort angestellt, haben die Zeit als Anwohner erlebt oder standen als Friedensaktivisten vor den Kasernentoren. Im Podiumsgespräch unter Beteiligung von Filmemacher Harald Sontowski teilten einige ihre Erinnerungen mit: August Freimuth, ehemals Offizier am Standort Oedingen und hier heimisch geworden, Oliver Breiting, Ortsheimatpfleger von Oedingen, dessen Vater ebenfalls als Offizier Berufssoldat in der Sauerlandkaserne war, und Engelbert Prevorcic aus Hachen, Aktivist in der Friedensbewegung in Lennestadt und Organisator der "Sauerländer Friedens-Fahrrad-Demo“ am 23. Mai 1981. Nach der Veranstaltung tauschten sich die Teilnehmenden noch lange aus. Ein Dankeschön ging abschließend an Familie Cordes, die diesen Abend in ihrem Kino möglich machte.

 

 

 

 

Foto: Jörg Winkel, Westfalenpost

Jahres-Mitgliederversammlung 2024

Rückblick

Bei der Jahresmitgliederversammlung am Mittwoch, den 9. Oktober 2024 im Gasthof im Rosenthal in Olpe-Rosenthal, bedankte sich der Vorstand bei Andrea Arens, die nicht mehr für die Wiederwahl in das Amt der 1. Vorsitzenden zur Verfügung stand. Die Position des/der 1. Vorsitzenden bleibt vorübergehend vakant. Die Vereinsführung übernimmt das Vorstandsteam unter Leitung von Christoph Henrichs, der als 2. Vorsitzender im Amt bestätigt wurde. Josef Wermert wurde nach 29 Jahren als Vorstandsmitglied und Beisitzer verabschiedet. Als neuer Beisitzer wurde Tammo Fuchs gewählt. Zuvor hatten die Teilnehmenden die neugestaltete Sportstätte des traditionsreichen Tennisvereins Rosenthal 1899 e.V. besucht. Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung der sechs Preisträgerinnen des Wettbewerbs "Heimat lebt!", zu dem der Kreisheimatbund alljährlich SchülerInnen und Studierende einlädt

Foto: Jörg Winkel, Westfalenpost

 

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